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Erklärbär mit 140 Zeichen...

Wenn Twitter einen Microblogging Dienst anbietet, bei dem der User eine SMS Länge Platz hat, die neusten Nachrichten zu verbreiten, klingt das gerne so:

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OK. Denn bei Twitter geht es ja um die Kürze (sagt ja auch der Begriff Microbloggin, irgendwie). Es geht darum auch per SMS bloggen zu können und bei Twitter findet sich eine Community, die eine ganz eigene Sprache gefunden hat.

Nun frag ich mich ernsthaft, warum sich eine "Erklärmaschine" dem Dogma von 140 Zeichen unterstellt? Sollen die Erklärungen unverständlich, unvollständig oder nur ungut sein? Oder will man ein bizzchen buzzen und den Hype ausnutzen?

Erfasst von Mandok am 26.11.09
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Kurzprofil Webwart Mandok

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Kommentare:

Warum ist die Banane krumm?
@markus: Den Gedanken kann man schon verstehen. Aber zu kurze Erklärungen führen häufig dazu, falsche oder zumindest halbgare Informationen zu liefern. Wie in dem von Dir beschriebenen Beispiel ja auch passiert...
geschrieben von cyberius am 27.11.09


Warum? Darum!
Hallo Mandok,

zunächst einmal Danke für deine Kritik. Und nein, in diesem Dank steckt wirklich keine Ironie. Wir benötigen Feedback. Auch Kritik ist willkommen.

Nun weiß ich nicht, ob du deine Frage, welchen Sinn Ultrakurzerklärungen haben, überhaupt beantwortet haben willst.

Egal, denn ich beantworte sie trotzdem - und gerne. Dazu eine Anekdote:

Zusammen mit zwei Kollegen fuhr ich zu einem potentiellen Kunden, der an der Implementierung eines Online-Shops interessiert war. Uns gegenüber saß ein Abgesandter der Geschäftsleitung sowie der IT-Leiter des Unternehmens.

Gegen Ende des Gesprächs fragte mich mein Gegenüber aus der IT-Abeilung, welche technische Basis vonnöten sei. "Was benötigen Sie? PHP?". Ich nickte. Resultat dieser wortkargen Techniker-Unterhaltung war ein zufriedener IT-Mensch und ein ebenso verwirrter Kaufmann. Über dem Kopf des Geschäftsführer-Assistenten prangerte ein großes, imaginäres Fragezeichen. Er dreht den Kopf zu seinem Kollegen aus der IT-Abteilung: "PHP???". Dieser zögerte nicht lange und erwiderte: "Das ist so eine Programmiersprache, mit der Internetseiten gemacht sind".

Bingo! Kurze Frage, kurze Antwort. Und ein zufriedener Mensch mehr auf dieser Erde.

Die Idee einer Micro-Enzoklopädie war gerade erst ausgesprochen worden und wir befanden uns noch in einer Phase, in der es noch überaus fraglich war, ob ein Startschuss zur Umsetzung fallen würde. Ist eine Ultra-Kurz-Erklärung sinnvoll? Kann man genügend Informationen in 140 Zeichen unterbringen? Würde das jemand brauchen? Die erlebte Geschichte machte die Antwort auf alle drei Fragen deutlich: Ja, ja und nochmals ja.

Was wäre wohl passiert, wenn der unwissende Kollege nichts gesagt hätte? Stattdessen hätte er heimlich drei Buchstaben auf ein Blatt Papier gekritzelt. P-H-P. Dahinter ein bis drei Fragezeichen. Später hätte er wohl die Suche von Google bemüht und wäre von Millionen von Ergebnissen erschlagen worden. Bestenfalls hätte er einen Wikipedia-Artikel gefunden, der ihm auf zig DinA4-Seiten die Geschichte, die Funktionsweise, die Vor- und Nachteile der Programmiersprache inkl. Programmbeispiele gezeigt hätte. Viele Informationen. In dieser Situation sicherlich viele unnötige Informationen. Und wer weiß, vielleicht wäre er nachher genauso schlau wie vorher gewesen. Die knappe –und zugegebenerweise recht oberflächliche- "Programmiersprache für Internetseiten"-Erklärung war hier hingegen goldrichtig.

Für mich war klar: Erklärungen müssen nicht immer präzise, detailverliebt und ausführlich sein. Es gibt genug Situationen, in denen eine knappe Erklärung auch ohne Tiefgang genau die richtige ist. Mit Sicherheit hast auch Du schon Menschen kennengelernt, die –einmal angefangen- nicht mehr aufhören zu reden. Dies sind Menschen, die man nur sehr ungern nach Erklärungen fragt. Die gute Nachricht: Solche Erklärungen wird man bei Twick.it nicht finden.

Viele Grüße
Markus
geschrieben von Markus Möller - Twick.it (Gast) am 27.11.09

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